Recht

EU-Schwellenwerte
Wann gilt EU-Vergaberecht?

Schwellenwerte entscheiden, ob ein Auftrag EU-weit oder nur national ausgeschrieben wird. Sie werden regelmäßig angepasst — die Logik dahinter bleibt aber gleich.

Was Schwellenwerte sind

Schwellenwerte sind Auftragswerte, ab denen das EU-Vergaberecht gilt. Erreicht der geschätzte Auftragswert die Schwelle, muss EU-weit über TED ausgeschrieben werden; darunter gelten die nationalen Regeln.

Die Auftragsarten

Die EU legt je Kategorie eigene Schwellen fest — grob nach Größenordnung:

  • Liefer- und Dienstleistungen — im sechsstelligen Bereich (je nach Auftraggeber unterschiedlich)
  • Bauleistungen — im einstelligen Millionenbereich
  • Sektorenauftraggeber (Wasser, Energie, Verkehr) — eigene, höhere Schwellen
  • Konzessionen — eigene Schwelle

Wichtig: Werte werden alle zwei Jahre angepasst

Die EU überprüft die Schwellenwerte alle zwei Jahre. Die exakten, aktuell gültigen Eurobeträge sollten Sie daher immer an der offiziellen Quelle (EU-Kommission bzw. Auftraggeber) prüfen — die hier genannten Größenordnungen dienen nur der Orientierung.

Häufige Fragen

Was passiert oberhalb der Schwellenwerte?

Der Auftrag muss EU-weit über TED bekannt gemacht werden, und es gelten die strengeren EU-Verfahrensregeln (GWB/VgV/VOB-A Abschnitt 2) inklusive europaweiter Rechtsschutzmöglichkeiten.

Wo finde ich die aktuellen Schwellenwerte?

Bei der EU-Kommission und in den einschlägigen Verordnungen. Da die Werte alle zwei Jahre angepasst werden, lohnt sich immer ein Blick auf die offizielle, datierte Quelle.

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