Grundlagen

CPV-Codes verstehen und nutzen

CPV-Codes sind das einheitliche europäische Klassifikationssystem für öffentliche Aufträge. Wer sie versteht, findet passende Ausschreibungen deutlich präziser.

Was ist ein CPV-Code?

CPV steht für „Common Procurement Vocabulary". Jeder öffentliche Auftrag wird mit mindestens einem CPV-Code klassifiziert, der die Art der Leistung beschreibt — von Bauarbeiten über IT bis zu Reinigungsdiensten.

Aufbau und Hierarchie

Ein CPV-Code besteht aus acht Ziffern plus einer Prüfziffer und ist hierarchisch aufgebaut: Je mehr Stellen von links gefüllt sind, desto spezifischer die Leistung.

  • 45000000 — Bauarbeiten (Hauptgruppe)
  • 45300000 — Bauinstallationsarbeiten (Gruppe)
  • 45310000 — Elektroinstallationsarbeiten (Klasse)
  • führende Stellen = breite Kategorie, weitere Stellen = Spezialisierung

CPV-Codes für die Suche nutzen

Statt nur über Stichwörter zu suchen, grenzen CPV-Codes Treffer trennscharf ein — etwa um Softwareentwicklung (72) von reiner Hardware-Lieferung zu trennen. Eine Kombination aus CPV-Code und Stichwörtern liefert die besten Ergebnisse.

Häufige Fragen

Muss ich den genauen CPV-Code kennen?

Nein, eine Hauptgruppe (zwei führende Ziffern) reicht oft schon, um relevante Ausschreibungen zu finden. Genauere Codes verfeinern die Treffer zusätzlich.

Hat jede Ausschreibung einen CPV-Code?

Oberhalb der Schwellenwerte ist die CPV-Klassifikation verpflichtend. Unterhalb wird sie nicht von jedem Portal vergeben — eine Kombination mit Stichwörtern ist dann sinnvoll.

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