500 Mrd Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Wie lässt sich das monitoren? Wir prüfen anhand unserer Ausschreibungsdaten, was sichtbar wird. Unsere Quellen sind die Vergabeportale von Bund und EU, Haushaltspläne und Förderdatenbanken.
Lassen sich anhand der Ausschreibungsdaten Erkenntnisse über die Umsetzung des SVIK und die Entwicklung des öffentlichen Vergabe-Markts in Deutschland gewinnen? Vergleichen wir zunächst die Anzahl der Ausschreibungen und das Volumen der vergebenen Aufträge.
Klicken Sie auf einen Bereich für die ausführliche Analyse mit Vergabe-Daten und SVIK-Mittelabfluss.

Bahn + Autobahn + Wasserstraßen: Tender flat, Vergabevolumen verdoppelt — Sondervermögen kommt durch große Aufträge.

+1,4 Mrd belegbare Mehrvergabe; 7,5 Mrd über KHG-Pauschale an Länder weitergegeben (kumuliert 2025+2026).

Volumen verdoppelt sich 2025 (1,19 → 2,54 Mrd), fällt 2026 zurück. Tender-Anzahl seit 3 Jahren konstant.

Counts steigen (+12 %), Vergabevolumen sinkt unter die 2024-Baseline — Aktivität ja, Geld nein. SVIK-Quote 19 %.

+4,8 Mrd Mehrvergabe — aber die Bund-Säule trägt fast nichts bei. Das Geld kommt aus Ländern, KfW und Kommunen.

Bremsbereich Nr. 1: 13 % SVIK-Quote, 2026 praktisch eingestellt (5 Mio in 4 Monaten).
Wir zählen Ausschreibungen (Contract Notices) und summieren Vergabevolumen (Contract Award Notices) pro Investitionsbereich. Vergleich: 2024 als Pre-SVIK-Baseline gegen 2025 + 2026 (hochgerechnet × 12 / 5). Differenz = belegbare Mehrvergabe.
Die Bund-Vergabedaten decken nur den service.bund.de-Veröffentlichungskanal ab. CAN-Award-Werte sind nicht durchgehend verpflichtend ausgewiesen (Coverage ~15-30 %). Wo SVIK-Geld an Länder oder Träger weitergegeben wird, sehen wir die Re-Vergabe nicht direkt. Diese Lücken markieren wir explizit pro Bereich.
Die Daten werden regelmäßig aktualisiert. Stand der hier gezeigten Daten: 31. Mai 2026 (Bund) · 30. April 2026 (SVIK).